Das Fronleichnam-Wochenende verbrachten wir mit bekannten und befreundeten Trainern aus dem Verband an der Nordsee. Seekajak-Experten Lars und Eva vom Post SV Bonn vermittelten uns einen interessanten Einblick ins Paddeln im Wattenmeer. Wechselhaftes Wetter sorgte für anspruchsvolle Bedingungen.
Am Donnerstag musste das viele Gepäck erstmal in den Booten verstaut werden (Tetris lässt grüßen). Nach einem Fischimbiss erfolgte eine kurze Einweisung im Starkregen, Seekarten wurden verteilt und dann paddelten wir zügig von Neuharlingersiel zum Zeltplatz nach Spiekeroog, um vor dem Gewitter anzukommen. Das Anlanden bei Brandung musste der ein oder andere allerdings noch lernen. Das Timing war aber perfekt, das Donnergrollen startete, als wir den ersten Fuß auf die Insel setzen. Dann hieß es, Zelte aufbauen (einige sollen sich sogar eine luxuriöse Ferienwohnung gegönnt haben) und den Abend ausklingen lassen.










Am Freitag paddelte wir vom Zeltplatz auf Spiekeroog nach Langeoog, kehrten dort auf der Ostseite in der Meierei ein (Dickmilch mit Sanddornsaft als Spezialität) und paddelten anschließend wieder zurück. Dabei waren wir immer mal wieder (teils kräftigen) Regenschauern ausgesetzt. Am Abend besuchten wir noch das Feuerwehrfest im Ort.














Am Samstag umrundeten wir Spiekeroog (auf einem weiten Bogen aufgrund der Naturschutzgebiete). Kurz nach dem Start paddelten wir über eine Flachstelle mit hohen brechenden Wellen von der Seeseite. Bei einer Badepause am Oststrand tauchten plötzlich Robben wenige Meter vor uns auf. Auch auf der weiteren Fahrt konnten wir immer wieder Robben beobachten. Nach 5h und fast 30km hatten wir es dann (bei fast idealen Bedingungen) geschafft! Am Zeltplatz wurde noch der Grill angeworfen.











Am Sonntag paddelten wir von Spiekeroog bei Windstärke 5 (Böen bis 6) zurück nach Neuharlingersiel. Die Schaumkronen auf der See beeindruckten uns schon etwas. Tatsächlich kamen wir im Windschatten von den Sandbänken aber besser voran als gedacht und erreichten das Festland in knapp einer Stunde (die Fähre braucht immerhin auch 50min) und haben sogar noch eine Gruppe überholt, die vor uns gestartet ist. Vor der Heimfahrt gab es dann nochmal Fischbrötchen zur Belohnung! Danke an Lars und Eva, bei denen man sich (trotz der teils widrigen Bedingungen) immer sicher gefühlt hat und an die ganze Gruppe für das gemeinsame Erlebnis! Wenn man einmal Salzwasser geleckt hat, lässt es einen nicht mehr los. Mal schauen, wann es uns das nächste mal an die Küste zieht.






Schreibe einen Kommentar